Häufig gestellte Fragen zur Zahlungsfrist

Offene Rechnung, Zahlungserinnerung

Inhaltsverzeichnis:

Wie lange ist die gesetzliche Zahlungsfrist?

Es kommt auf die Art des Vertrages an. Im Allgemeinen gilt geht aus einer Rechnung kein gesondertes Zahlungsziel hervor, ist die gesetzliche Zahlungsfrist 30 Tage. Erst nach dem Zahlungsziel befindet sich ihr Kunde in Verzug. Ist Ihr Kunde eine Privatperson, muss auf die 30-tägige Zahlungsfrist explizit hingewiesen werden.

Was bedeutet Zahlungsziel 14 Tage netto?

Steht auf Ihrer Rechnung “Zahlungsziel 14 Tage netto” heißt das, dass Sie den vollen Rechnungsbetrag (Bruttowert) zahlen müssen und Ihnen keine Abzüge gewährt werden.
Beispiel für Abzüge: Häufig gewähren Unternehmen bei Großkunden mit dem Kauf auf Rechnung die Möglichkeit, bei Zahlung innerhalb einer bestimmten Frist einen Prozentsatz (Skonto) vom Rechnungsbetrag abzuziehen. Dies soll für zeitnahe Zahlungseingänge führen.

Was bedeutet zahlbar innerhalb von 14 Tagen?

Steht ohne weiteren Hinweis auf Ihrer Rechnung “Zahlbar innerhalb von 14 Tagen” heißt das, dass spätestens 14 Tage nach Erhalt der Rechnung der Rechnungsbetrag / Bruttobetrag auf dem Konto des Rechnungsstellers eingehen muss.

Was bedeutet sofort fällig?

Steht ohne weiteren Hinweis auf Ihrer Rechnung “sofort fällig” heißt das, dass die Rechnung unverzüglich nach Zugang überwiesen werden soll.

Was kann man mit einem vollstreckbaren Titel machen?

Ein vollstreckbarer Titel hat eine Verjährungsfrist von 30 Jahren. Innerhalb dieser Frist haben Sie das Recht über Zwangsmaßnahmen die offene Forderung einzuziehen. Typische Beispiele für Zwangsmaßnahmen sind:
– Auftrag an den Gerichtsvollzieher (Zwangsvollstreckung)
– Beauftragung einer Pfändungsmaßnahme
– Sicherungsmaßnahme in Form eine Zwangshypothek ausbringen

Warum ist Forderungsmanagement wichtig?

Das Forderungsmanagement ist nicht nur dafür da, um Zahlungsausfälle vorzubeugen, sondern überwacht auch eingehende Zahlungen und ablaufende Fristen. Es werden verjährungshemmende Maßnahmen eingeleitet und eine Sicherung von offenen Forderungen vorgenommen. Mit einem funktionierenden Forderungsmanagement hat man jederzeit einen Überblick zu den ausstehenden Zahlungen. Häufig haben große Unternehmen für das Forderungsmanagement eigene Abteilungen. Geben Sie Ihre offene Rechnung gern in die Hände unserer Profis. Jetzt Inkasso beauftragen und unsere Spezialisten übernehmen das Forderungsmanagement für Sie. Was bedeutet Rechnung abtreten?
Beim Abtreten einer Rechnung überträgt der derzeitige Gläubiger (Zedent) die offene Forderung an einen Dritten, welcher der neue Rechnungsinhaber/Gläubiger (Zessionar) ist und alle Rechte und Ansprüche aus der Rechnung erwirbt. Der Inhalt der Rechnung bleibt dabei unverändert.

Wer darf Forderungen verkaufen?

Besteht kein Abtretungsverbot und der rechtliche Anspruch auf Zahlung, kann jeder Gläubiger seine offene Forderung verkaufen.

Was ist echtes Factoring?

Beim echten Factoring übernimmt der Factor beim Ankauf von offenen Forderungen zusätzlich auch das Ausfallrisiko. Die verkaufte Forderung scheidet somit aus der Bilanz des Verkäufers aus.

Was ist stilles Factoring?

Beim stillen Factoring stimmt der Käufer dem Verkäufer einem Verkauf der offenen Forderung an ein Factoring Unternehmen nicht zu. Der Verkäufer stellt eine Rechnung aus, ohne zu offenbaren, dass die Forderung bereits an das Factoring Unternehmen verkauft wurde. Das Konto, auf das der Käufer zahlt, ist vom Verkäufer an das Factoring Unternehmen abgetreten bzw. verpfändet worden.

Beispiel: Unternehmen A kauft bei Unternehmen B eine Ware im Wert von 150.000 EUR auf Rechnung. Unternehmen A stimmt einem Verkauf der Forderung an ein Factoring Unternehmen nicht zu. Unternehmen B kann mit Hilfe des stillen Factorings die Forderung trotzdem an ein Factoring Unternehmen verkaufen. Dem Unternehmen A wird dabei eine Rechnung ohne einen Hinweis auf den Verkauf ausgestellt. Unternehmen A überweist die 150.000 EUR auf das Konto aus der Rechnung. Dieses Konto des Zahlungsempfängers Unternehmen B ist jedoch an das Factoring Unternehmen abgetreten bzw. verpfändet worden. Somit erhält das Factoring Unternehmen den geschuldeten Betrag.

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