Häufig gestellte Fragen zu vollstreckbaren Titeln

Forderungsmanagement, Inkasso

Inhaltsverzeichnis:

Was ist ein Forderungsbetrag?

Unter dem Forderungsbetrag versteht man den Betrag, den ein Kunde zu zahlen hat. Anfangs ist dies nur der Rechnungsbetrag (brutto). Tritt Verzug ein, können Zinsen und Mahnkosten hinzukommen. Muss die Forderung anschließend in die professionelle Bearbeitung, beispielsweise zu einem Inkassounternehmen, gegeben werden, kommen hierfür zusätzliche Kosten als Verzugsschaden hinzu.

Man könnte sagen:

Rechnungsbetrag Brutto (+Verzugszinsen +Mahnkosten (+ bspw. Inkassokosten als Verzugsschaden)) = Forderungsbetrag

Was macht man im Forderungsmanagement?

Das Forderungsmanagement spielt bereits am Anfang einer Geschäftsbeziehung eine große Rolle. Anhand der Bonitätsüberprüfung muss entschieden werden, ob ich mit dem Kunden eine Geschäftsbeziehung eingehe oder nicht bzw. zu welchen Bedingungen. Ist die Bonität im roten Bereich, sollten Dienstleistungen und Produkte nur im Vorkasse-Geschäft angeboten werden. Ein weiterer wichtiger Punkt im Forderungsmanagement ist das Erstellen und Versenden von Rechnungen, Zahlungserinnerungen und Mahnungen. Dabei müssen Fristen sowie Zahlungseingänge überwacht und kontrolliert werden. Führt der Mahnprozess zu keinem Erfolg, bietet sich die Möglichkeit an, die offene Forderung an einen Rechtsdienstleister – zum Beispiel an ein Inkassounternehmen – zu übergeben. Dabei unterstützt Sie Mahnalarm gern. Bei unserem Inkasso – Service geben Sie Ihre offene Forderung in unsere professionellen Hände. Jetzt beauftragen! Ein gerichtliches Mahnverfahren kann auch ohne die Unterstützung eines Rechtsdienstleisters eingeleitet werden. Hat man daraus einen Vollstreckungsbescheid erwirkt, werden im Forderungsmanagement weitere Zwangsmaßnahmen beantragt, um die offene Forderung beizutreiben.

Welche Forderungen verjähren nicht?

Grundsätzlich verjähren alle Forderungen. Haben Sie eine Forderung, verjährt diese in der Regel nach 3 Jahren. Die Verjährungsfrist beginnt in dem Jahr, in dem die Forderung entstanden ist. Die Verjährungsfrist kann durch das Erwirken eines Vollstreckungsbescheides im Gerichtlichen Mahnverfahren verlängert werden. Der Vollstreckungsbescheid hat eine Verjährungsfrist von 30 Jahren. Ob es sich dabei um eine private oder gewerbliche Forderung handelt, hat auf die Verjährungsfristen keine Auswirkung.

Was mache ich mit einem vollstreckbaren Titel?

Sobald Ihnen ein vollstreckbarer Titel vorliegt, sollte dem Schuldner eine Frist gesetzt werden, bis wann er die Forderung auszugleichen hat. Kommt der Schuldner dieser Aufforderung nicht nach, weil er zahlungsunwillig ist, besteht die Möglichkeit, die Forderung zu vollstrecken, beispielsweise mit Auftrag ab den Gerichtsvollzieher zur Zwangsvollstreckung oder einem Antrag auf Erlass eines Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses.
Mit dem vollstreckbaren Titel haben Sie die Verjährungsfrist von 30 Jahre erwirkt. Sollte Ihr Schuldner derzeit nicht zahlungsfähig sein, besteht die Möglichkeit, eine Zahlung zu verschieben. Um die Zahlungsunfähigkeit zu belegen, lassen Sie sich Einkommensnachweise als Nachweis vorlegen. Es sollte in regelmäßigen Abständen an die noch offene Forderung erinnert werden und aktuelle Einkommensnachweise angefordert werden. (Zum Beispiel alle 6 Monate)

Wie wird ein Vollstreckungstitel entwertet?

Die Entwertung eines Vollstreckungstitels ist ganz einfach. Man streicht alle Seiten des Titels mit einem Stift durch und notiert gegebenenfalls noch “Entwertet” oder “Bezahlt” auf dem Titel. Somit ist die Entwertung gültig. Eine Entwertung kann durch jeden vorgenommen werden.

Wie kann der Vollstreckungsbescheid zugestellt werden?

Im Normalfall wird der Vollstreckungsbescheid von Amts wegen an den Schuldner zugestellt. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, den Gerichtsvollzieher mit einer Zustellung zu beauftragen.

Kann man eine Forderung abtreten?

Ein Gläubiger (Forderungsinhaber) kann seine Forderung an einen Dritten abtreten. Der Inhalt, als auch der Schuldner bleiben dabei unverändert. Alle Rechte und Ansprüche gehen an den Käufer, und somit dem neuen Gläubiger, über. Eine Forderung kann nur dann nicht abgetreten werden, wenn durch Vereinbarung mit dem Schuldner eine Abtretung nach der Forderung nach §399 BGB ausgeschlossen ist.

Kann man Vollstreckungstitel verkaufen?

Der Verkauf eines rechtskräftigen Vollstreckungstitels ist sowohl als Privatperson als auch als Unternehmen möglich. Wird die titulierte Forderung verkauft, sind der Vollstreckungstitel und alle zugehörigen Kostenbelege an den Käufer zu übergeben.

Ist es möglich die Schulden eines anderen zu übernehmen?

Soll eine Übertragung von Schulden stattfinden, müssen nicht nur alle Parteien gleichermaßen damit einverstanden sein, sondern die Übertragung auch per Vertrag festgehalten werden. Bei einer Schuldübernahme müssen also sowohl der Gläubiger (Forderungsinhaber) als auch der ursprüngliche Schuldner und der Übernehmer der Schulden den Vertrag unterzeichnen. Handelt es sich um eine höchstpersönliche Schuld (zum Beispiel Erbe), ist eine Schuldenübernahme nicht möglich.

Was ist eine Abtretungserklärung, einfach erklärt?

Es wird ein Vertrag zwischen dem Eigentümer (Gläubiger) einer offenen Forderung oder einer körperlichen Sache und einem Dritten geschlossen. Mit diesem Vertrag, der sogenannten Abtretungserklärung, wird der Vermögenswert oder die körperliche Sache dem Dritten übertragen. Der Dritte wird somit zum neuen Gläubiger und erwirbt alle Rechte und Ansprüche. Dieser Vertrag ist in der Regel ohne notarielle Beurkundung wirksam.

Was ist eine Kaufpreisforderung?

Ein Verkäufer (A) verkauft etwas an seinen Kunden (B). Der Kunde (B) hat noch eine offene Rechnung von seinem Käufer (C). Da Kunde (B) die Rechnung des Verkäufers (A) nicht ohne den Eingang der Zahlung von Käufer (C) zahlen kann, tritt Kunde (B) seine offene Forderung von Käufer (C) an den Verkäufer (A) ab.

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