Zahlungsunwillig oder zahlungsunfähig?

Mahnen, Mahnwesen, Offene Rechnung, Zahlungserinnerung

Zwei wichtige Fragen und Unterschiede, die Sie sich beim Mahnen stellen sollten, denn eine kluge Vorgehensweise ist von der richtigen Einschätzung abhängig.

Entzieht sich der Schuldner jeglicher Kommunikation, geht nicht ans Telefon oder lässt sogar die Post zurückgehen, dokumentiert er dadurch seine Unwilligkeit, zur Lösung des Problems beizutragen. Oft ist diese „Wegduck-Strategie“ bei vorübergehender Zahlungsunfähigkeit zu beobachten und soll einzig dem Zeitgewinn dienen. Nicht selten wird auch die Forderung teilweise und mit fadenscheinigen Gründen bestritten.

Diesem Schuldnertypus kann nur mit einem professionellen Mahnwesen begegnet werden. Wer am nachdrücklichsten und professionellsten mahnt, bekommt als erstes sein Geld! Wichtig ist deshalb, die Mahnungen in zeitlich kurzen Abständen zu versenden und einen angemessenen nachdrücklichen Mahntext zu nutzen. Mahnalarm unterstützt Sie mit passenden Mahntexten und pünktlichen Erinnerungen. Übrigens: Statt auf den Erfolg einer 4. oder 5. Mahnung zu hoffen, sollte die Forderung frühzeitig einem Rechtsdienstleister übergeben werden und es empfiehlt sich ein Inkassobüro mit dem Fall zu beauftragen.

Warum der Mahnalarm-Zahlungsbeschleuniger wirkt:

Säumige Zahler, welche noch keinen offiziellen Schufa-Eintrag haben, möchten verhindern, dass ihre finanzielle Unzuverlässigkeit bekannt und damit ihre Kreditwürdigkeit gefährdet wird. Mit diesem Wissen können Sie arbeiten: Deshalb wirkt der Mahnalarm-Zahlungsbeschleuniger oft Wunder.

Zahlungsunfähige Schuldner haben oft bereits Einträge im Schuldner- oder Insolvenzregister. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass sie keine ihrer gekauften Waren oder Dienstleistungen bezahlen. Auch Personen mit Schufa-Einträgen bezahlen Rechnungen, nur eben weniger regelmäßig und häufig mit größerer Verspätung. Daher gilt auch hier: Die größte Wirkung erreichen Sie mit einem professionellen und konsequenten Mahnwesen.

TIPP! Bei größeren Aufträgen von Neukunden unbedingt vorher eine Bonitätsprüfung durchführen. Als Dienstleister und Unternehmen haben Sie ein berechtigtes Interesse und dürfen Bonitätsauskünfte über ihren Kunden einholen. Siehe: Wo kann ich günstig Bonitätsauskünfte beziehen?

Bei bekannter Zahlungsunfähigkeit stellt sich mitunter die Frage, ob die Beauftragung eines Rechtsdienstleisters oder die Beschreitung des Rechtsweges noch wirtschaftlich sinnvoll sind. Will man dem schlechten noch gutes Geld hinterherwerfen? Inkassounternehmen stellen an diesem Punkt noch eine gute (letzte) Möglichkeit dar, den Forderungsanspruch zu eskalieren, ohne gleich den teuren Weg über das gerichtliche Mahn-, oder Klageverfahren zu gehen. Im Nichterfolgsfall fallen bei Inkassounternehmen i.d.R. vertretbare Negativpauschalen an. Außerdem prüfen Inkassounternehmen systematisch die Bonitätsverhältnisse und ermöglichen somit die Bewertung der Realisierungswahrscheinlichkeit. So kann es bei geringen Forderungen (unter 150 bis 500 EUR) und schlechter Bonität wirtschaftlich sinnvoller sein, die Forderung auszubuchen, als noch in ein teures Gerichtsverfahren zu investieren.

Bei höheren Forderungen empfiehlt sich, den Anspruch durch Herbeiführung eines gerichtlichen Titels dauerhaft zu sichern, um ihn zu einem späteren Zeitpunkt erneut einer Beitreibung zuzuführen. Denn nicht titulierte Forderungen unterliegen der Regelverjährung von 3 Jahren!

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