Wie funktioniert ein Online-Mahnantrag?

Inkasso, Mahnwesen, Offene Rechnung
Der Online-Mahnantrag wird über eine gemeinsame Online-Plattform der Mahngerichte www.online-mahnantrag.de angeboten. Im Grunde beschränkt sich dieses Angebot auf einen geführten Schritt-für-Schritt-Ablauf, bei welchem die notwendigen Eingaben im Online-Formular getätigt werden müssen. Zu Beginn müssen der Versandweg und die Art der Signatur entschieden werden, der Versand selbst wird nicht von der Plattform übernommen. Daher ist die Bezeichnung „Online“ etwas irreführend, da es sich mehr um eine Ausfüllhilfe handelt.

Mögliche Versandwege sind:

  • Druck auf Papier und Übermittlung auf dem Postweg
  • Download zum Individualversand vom lokalen PC (für beA- und DE-Mailnutzer)
  • Antragstellung unter Nutzung des neuen Personalausweises
  • Versand per Internet, Sie benötigen eine Signaturkomponente
Außer bei der Übermittlung per Post gibt es technische und persönliche Anforderungen, welche selten von einem sporadischen Nutzer erfüllt werden können.

Der Prozess der Erfassung beinhaltet folgende Eigabebereiche:

  • Prozessbevollmächtigter
  • Antragsteller
  • Antragsgegner
  • Hauptforderung/Zinsen
  • Auslagen/Nebenforderungen
  • Allgemeine Angaben

Während der Bearbeitung des Online-Mahnantrages sollten Pausen länger als 30 Minuten vermieden werden, da dann alle eingegebenen Daten verloren gehen.

Nach Eingabe aller Daten folgt der Download für den gewählten Versandweg und damit der eigenverantwortliche Versand. Nach Eingang beim zuständigen Mahngericht wird der Antrag elektronisch geprüft. Wenn keine Monierung gegen den Inhalt durch das Gericht besteht, wird der Mahnbescheid per Post an den Schuldner unter Nachweis zugestellt. Mit Zustellung beginnt für den Schuldner eine 14-tägige Frist zum Widerspruch gegen den Bescheid. Nutzt der Schuldner dies nicht, können Sie erneut über die Plattform www.online-mahnantrag.de den Vollstreckungsbescheid unter Angabe der Geschäftsnummer bei Gericht beantragen. Erst wenn dieser ergeht, können Sie Zwangsmaßnahmen gegen den Schuldner einleiten. Auch bei dem Vollstreckungsbescheid hat der Schuldner nach Zustellung eine Einspruchsfrist von 14 Tagen.

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